Das Kaisergrab
von Quin Shihuang
in Lintong, China
Bergungskonzept
für einen Plattenpanzer

Dieses Konzept haben wir im Sommer 2003 für das Partnerschaftsprojekt zwischen dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München und dem Museum der Terrakotta Krieger in Lintong, entwickelt. Die originalen Stein-Schuppenpanzer sind je aus etwa 600 Kalksteinplattchen gefertigt und untereinander mit gegossenen Bronzedrähten verbunden.
Ziel war die Bergung eines Panzers zu Forschungs- und Ausstellungszwecken. Unser Konzept wurde an zwei Modellstücken umgesetzt. Die Entwicklung und erste Ausführung an einem kleinen Modell fand in unserer Werkstatt statt, die zweite Probebergung fand an einem Nachbau des Panzers in München statt.
Das Konzept besteht aus zwei Kernstücken:
Erstens die Möglichkeit großflächige Bergungen in einem Stück durchzuführen und zweitens die Möglichkeit sehr schnell rückstandslos alle Verbindungen zu lösen, die für die Bergung erforderlich waren. Die Konservierungsarbeiten können so ungehindert fortgesetzt werden.
2004 führten die Kollegen der Münchner Amtswerkstatt die Bergung an einem Originalstück in China durch. Die Maßnahme war sehr erfolgreich, selbst die empfindlichen Bronzedrähtchen erlitten keine Schäden.
Ein ausführlicher Bericht wird demnächst von Sandra Bucher (Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege) veröffentlicht.
Reversible Kaschierung mit steuerbarer Sublimierung
Kaschierungen mit Cyclododecan haben sich, in Bereichen in denen ein vollständig reversibler Schutz für eine kurze Zeit notwendig war, sehr bewährt.
Die Haltbarkeit einer reversiblen Schutzabdeckung über einen längeren Zeitraum stellte aber bisher ein Problem dar.
Die Sublimierung des CCD lässt sich durch eine möglichst dampfdichte Abdeckung stoppen. Kleinere Objekte und kleine mit CCD behandelte Flächen lassen sich leicht mit dampfdichten Folien abdecken. Problematisch wird es bei Objekten größeren Ausmaßes, besonders im Wandmalerei und Architekturbereich.
PU-Schaum als Klebemittel für die Dampfsperre
Im Sommer 2003 wurden wir mit der Restaurierung einer Wandmalerei an der Außenfassade der Orangerie in Bronnbach, im Main-Tauberkreis beauftragt.
Für die Erhaltung des ca. 100m² großen Gemäldes war eine reversible Kaschierung notwendig, die während der gesamten Sicherungsarbeiten am hölzernen Putzträger den Putz stabilisiert und die Malschicht vor Verschmutzung schützt. Die Sicherungsarbeiten sollten etwa 6 Monate dauern.
Die Fassade des Gebäudes ist nach Süden ausgerichtet und von einem 22m langen und 4,3m hohen Gemälde bekrönt. Das Gemälde ist in Kalktechnik auf einem Kalkmörtel ausgeführt. Als Putzträger dienen Spaltruten, die auf einer hölzernen verbretterten Voutenkonstruktion befestigt sind. Diese hölzerne Unterkonstruktion ist unmittelbar mit dem Dachgebälk des Gebäudes verbunden. Dachschäden und Holzwurmbefall hatten die tragende Konstruktion soweit geschwächt, dass Arbeiten im Dach und unmittelbar an der Bildrückseite notwendig geworden waren.
Das Gemälde sollte während dieser Baumaßnahme auf der Vorderseite mit einer Cyclododecankaschierung geschützt und von einer Absprießkonstruktion unterstützt werden. Es war absehbar, dass sich die Reparaturarbeiten an der Dachkonstruktion und dem Bildträger über mindestens 6 Monate hinziehen würden.
Um eine dauerhafte Kaschierung auf der Südfassade zu erhalten musste die CCD-Beschichtung mit einer Dampfsperre versehen werden.
Anforderungen an die Kaschierung
Die CCD-Beschichtung sichert und schützt die empfindlichen, schwach gebundenen Oberflächen der Malerei.
Diese Beschichtung muss flächig mit einer Dampfsperre abgedeckt werden, um die frühzeitige Sublimierung des CCD zu verhindern.
Das Klebemittel darf nicht durch die Verdunstung von Lösungsmitteln abbinden, da auch die CCD-Beschichtung weitgehend dampfdicht ist.
Die Abdeckung muss einfach und ohne große mechanische Belastung wieder zu entfernen sein.
Die Wahl des Klebstoffes
Bei dem verwendendeten Klebstoff handelt es sich um denselben 2 Komponenten PU-Schaum welcher auch schon bei anderen Projekten, z B. Abnahmen von Wandmalereien, verwendet wurde. Trotz der zu diesem Zweck nicht vorgesehenen Eigenschaften des Materials haben wir uns dennoch dafür entschieden, da es ,zu dieser Zeit, das einzige uns bekannte Material war, das zuverlässig auf Cyclododecan haftet ohne dieses anzulösen, und das nicht durch Entweichen von Lösungsmitteln erhärtet.
Aufbau der Kaschierung
Direkt auf die Malschichtoberfläche des Gemäldes wurde eine dichte Schicht Cyclododecanschmelze aufgetragen. Dieser Schicht wurden 10% Siedegrenzbenzin (Siedepunkt 100-140°C) zugesetzt. Diese unterste Schicht dient als Trennschicht. Das Siedegrenzbenzin wurde zugesetzt, um die Cyclododecanschmelze leichter verarbeitbar zu machen.
Als nächstes wurde eine Cyclododecanschicht mit Vliesarmierung aufgebracht. Das Vlies ist ein dünnes Polypropylenvlies (aus dem Baumarkt, Frühbeetabdeckung, Winterschutz für Pflanzen). In dieser Schicht wurde ebenfalls Cyclododecanschmelze verwendet. Ihr wurden 30% Siedegrenzbenzin zugesetzt. Der recht hohe Anteil an Benzin bewirkt, dass die Cyclododecanschicht dünn ist und das Vlies nur mäßig fest auf dem Untergrund klebt. Dies ist notwendig, da die Vliesschicht nach abgeschlossener Maßnahme zusammen mit der aufgeklebten Alufolie abgezogen werden soll. Vor dem nächsten Arbeitsschritt musste eine Wartezeit von 10 Stunden eingehalten werden, damit das Siedegrenzbenzin aus dem Cyclododecan verdunsten konnte.
Als oberste Schicht sollte nun Alufolie aufgeklebt werden. Die Folie wurde mit einem 2 Komponenten PU-Schaum aufgeklebt. Der Schaum wurde mit einem Spachtel dünn auf die vorbereiteten Alufolienstücke aufgetragen, die Folienstücke wurden dann mit einer Rolle an die Kaschierung angedrückt.
Nach abgeschlossener Baumaßnahme konnten die oberen beiden Schichten der Kaschierung abgezogen werden. Das Vlies ließ sich mitsamt PU-Schaum und Folie abziehen.
Schwierigkeiten bei der Maßnahme
Die Maßnahme war insgesamt erfolgreich, das Cyclododecan verblieb während der gesamten Maßname auf dem Gemälde und sublimierte vollständig nachdem die Vliesschicht mit Schaum und Alufolie abgezogen worden war.
Dennoch war die Durchführung nicht unproblematisch. Der Auftrag des PU-Schaums auf die zugeschnittenen Aluminiumfolienstücke erwies sich aus unterschiedlichen Gründen als schwierig. Zum einen reagiert der Schaum sehr schnell, ist also nur für wenige Minuten verarbeitbar. Die Verarbeitungszeit lässt sich verlängern indem man den angemischten Schaum kühlt. Wir haben dazu Eiswasser verwendet.
Zum anderen ist es notwendig den Schaum sehr dünn und gleichmäßig auf der Aluminiumfolie zu verteilen, da Partien mit einer dickeren Schaumschicht sehr rigide werden und beim Entfernen der Kaschierung zu Malschichtverlusten führen können. Diese ganz dünne gleichmäßige Verteilung war besonders bei warmem Wetter schwierig.
Die Abnahme von Vliesschicht, Schaum und Aluminium verlief im Großen und Ganzen Problemlos. In einigen Bereichen traten aber Schwierigkeiten auf. Zum einen gab es Partien mit sehr schwach gebundener Malschicht, in denen man das Kaschierungspaket nicht einfach abziehen konnte. In diesen Bereichen musste zunächst das Aluminium abgenommen werden und anschließend mit reichlich Siedegrenzbenzin das Cyclododecan angelöst werden, bevor Vlies, Schaum entfernt werden konnten.
Ein weiteres Problem stellte das Vlies dar, welches sich an einigen Stellen nicht wie geplant abziehen ließ. Es blieben Fasern und zum Teil auch Schaumreste auf der dichten Cyclododecanschicht haften. Diese mussten später mit Siedgrenzbenzin entfernt werden.
In den Bereichen, in denen das Vlies sich nur mühsam abziehen ließ war, (vermutlich durch das lange Warmhalten der Schmelze) der Anteil an Siedegrenzbenzin geringer geworden. Um dies zu vermeiden sollte man das Siedegrenzbenzin immer nur kleinen Portionen geschmolzenen Cyclododecans beimischen.
Fazit
Die Maßnahme war insgesamt sehr erfolgreich. Eine, die Wandmalerei schonendere Sicherungskaschierung als die Einbettung der Oberfläche in einen Cyclododecanfilm war für uns nicht erkennbar. Trotz des guten Ergebnisses war vor allem die Abdeckung mit Aluminiumfolie insgesamt sehr aufwendig und könnte vereinfacht werden.
Weiterführende Versuche
Nach Abschluss der Maßnahme haben wir die Suche nach einem Klebemittel fortgesetzt und zwei sehr interessante Alternativen gefunden.
Honig als Klebemittel für die Dampfsperre
In einer Testreihe haben wir als Klebemittel Honig verwendet. Die Klebekraft des Honigs reicht aus um die Aluminiumfolie flächig auf dem Cyclododecan zu befestigen. Kleine Schwierigkeiten gab es als wir unsere Musterplatte auf die Heizung stellten um die Verdunstung des CCD zu beschleunigen. Der Honig verflüssigte sich und lief unter der Aluminiumfolie heraus. Dieses Problem konnte durch einen Zusatz von hochdisperser Kieselsäure (Aerosil) zum geschmolzenen Honig behoben werden. Auch bei Temperaturen von 60°C (Schmelzpunkt von CCD) ist er nicht mehr fliesfähig.
Eine Honig verklebte Dampfsperre hat gegenüber der mit PU-Schaum verklebten Dampfsperre ganz wesentliche Vorteile. Honig ist preisgünstig, leicht zu besorgen und vollkommen ungiftig. Es ist sehr viel leichter zu verarbeiten, da keine verschiedenen Komponenten angemischt werden müssen. Die mit Honig aufgeklebte Aluminiumfolie lässt sich problemlos abziehen, die geringen Rückstände an Honig können sehr einfach mit Wasser von der CCD-Beschichtung entfernt werden. Um Randbereichen während der Abnahme des Honigs zu schützen, sollte man bevor die Aluminiumfolie entfernt wird die angrenzenden Flächen in einem schmalen Streifen mit Cyclododecan Spray versiegeln.
Um festzustellen ob eine Honigkaschierung den Anforderungen des Außenbereichs standhält haben wir Aluminiumfolie mit dem Honig-Aerosilgemisch auf die Türe eines Autos geklebt und sind dann im Regen über die Autobahn gefahren.
Am Ende der ca. einstündigen Fahrt waren die aufgeklebten Folienstücke noch vorhanden und in gutem Zustand.
Elastische PU-Beschichtung als Klebemittel für die Dampfsperre:
Eine weitere Versuchsreihe wurde mit einem elastischen 2-Komponenten Material aus Polyurethan (PU-Coating) durchgeführt. Es bildet einen klaren, wiederstandsfähigen, elastischen Film, gut auf Cyclododecanbeschichtungen haftet.
In der Versuchsreihe sollte folgendes geprüft werden
die Verbindung der PU-Beschichtung mit verschiedenen CCD-Untergründen
die sperrenden Eigenschaften der PU-Schicht selbst gegenüber CCD-Dampf
Applikationsmethoden und Verarbeitungszeiten
01 Verklebung von Alufolie direkt auf die dichte Cyclododecanschicht ,
02 Verklebung von Alufolie auf leichtgebundener Vliesschicht über dichter CCD-Schicht
03 Verklebung von Alufolie auf leichtgebundener Gewebeschicht über dichter CCD-Schicht
(Die leichtgebundenen Schichten enthalten 30% Exxsol 100-140°C und 70% CCD)
04 Beschichtung mit PU Coating ohne Alufolie auf eine leichtgebundene Vliesschicht
05 Verklebung von Polypropylenvlies direkt auf die dichte Cyclododecanschicht ,
06 Verklebung von Baumwollnessel direkt auf die dichte Cyclododecanschicht
Applikationsmethoden und Verarbeitung
Trägerplatten
Als Trägerplatten für die CCD-Beschichtung wurden Faserzementplatten (Fermacel) in einer Stärke von 10mm verwendet. Die Platten haben ein gutes Saugvermögen, vergleichbar zu Kalkmörteln.
Der Aufbau der CCD-Beschichtung entspricht dem oben genannten Beispiel Bronnbach.
Platten mit der Grundbeschichtung ohne Armierung:
Direkt auf die Platte wurde in drei Lagen CCD-Schmelze (ca. 80°C) mit einem Zusatz von 10% Exxsol 100-140 aufgestrichen.
Platten mit zusätzlicher Vliesarmierung über der Grundbeschichtung:
Ein dünnes Polypropylenvlies wurde mit schwach gebundener Schmelze (Zusatz von 30% Exxsol 100-140) über die Grundbeschichtung geklebt.
Platten mit zusätzlicher Gazearmierung über der Grundbeschichtung:
Ein Baumwollgaze wurde mit schwach gebundener Schmelze (Zusatz von 30% Exxsol 100-140) über die Grundbeschichtung geklebt.
Beschichtung der Alu-Folie mit PU-Coating
Die Komponente A des PU-Coatings wurde mit Pigmenten angefärbt um eventuelle Rückstände auf dem Cyclododecan sichtbar zu machen.
Das PU-Coating wurde angemischt und mit einem Plastikspachtel dünn auf die zugeschnittene Alufolie aufgetragen. Beschichtungen von Vlies und Baumwollnessel wurden ebenfalls mit dem Plastikspachtel ausgeführt. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Stoffe durchdrungen wurden. Auch der Auftrag von PU-Coating direkt auf die Platten wurde mit dem Plastikspachtel ausgeführt.
Ergebnisse der Versuchsreihe
Unmittelbar nach dem Abbinden des Klebers wurde eine erste Beurteilung vorgenommen.
Nach einer temperaturabhängigen Aushärtezeit von mehreren Stunden konnten die Proben abgezogen werden. Von der dichten Grundbeschichtung lässt sich das Paket aus Aluminiumfolie und PU-Coating leicht abziehen, es bleiben jedoch kleine farbige Reste zurück.
Von den leichtgebundenen Vlies- oder Gazearmierungen lässt sich das Aluminium nicht ganz so leicht abziehen, da das PU-Coating in die etwas poröse Cyclododecanschicht eindringt und sich dort verklammert. Es bleiben farbige Rückstände auf der Oberfläche. Zieht man jedoch die Vlies- oder Gazearmierungen ab so verbleibt die darunter liegende dichte Grundbeschichtung lupenrein, ohne jegliche Rückstände. Ob Gaze oder Vlies verwendet wurde machte keinen Unterschied.
Nach dem Verdunsten des nicht abgedeckten Cyclododecans wurde eine weitere Beurteilung vorgenommen. Die Sublimation wurde durch erhöhte Temperatur in der Nähe der Heizung beschleunigt.
Beschichtungen ohne Alufolie
Alle PU-Beschichtungen, die nicht mit Alu-Folie abgedeckt waren haben sich nach wenigen Tagen vom CCD-Träger gelöst. Es hat sich deutlich gezeigt, dass die CCD-Beschichtung unter der PU-Schicht sublimieren konnte, dass also ein CCD-Dampf diese Beschichtung durchdringt. Genauso konnte beobachtet werden, dass die oben beschriebenen Reste von durchfärbtem PU abgefallen waren, oder sich leicht mit dem Staubsauger absaugen ließen.
Beschichtungen mit Alufolie
Nachdem das CCD in den nicht abgedeckten Flächen vollständig verschwunden war, konnte unter den Alubeklebungen keine Veränderung der ursprünglich vorhandenen CCD-Beschichtung festgestellt werden. Soweit erkennbar, hatte sich diese Abdeckung sehr gut bewährt.
Weiterführende Versuche
Die beschriebene Versuchsreihe wurde mit einem sehr schnell abbindenden PU Material durchgeführt. In weiteren Versuchen mit einem langsamer reagierenden Typ wurden Ergebnisse erzielt, bei denen die Verarbeitung noch einfacher war.
Die Aluminiumfolien wurden mit eingefärbtem Material beschichtet, und der Beginn der Reaktion wurde abgewartet. Die Klebrigkeit für eine gut haftende Verbindung mit der CCD-Beschichtung hielt ab diesem Zeitpunkt für etwa 1 Stunde an. Die so erzielten Verklebungen ließen sich nach einem Tag alle ohne jeden Rückstand und mit geringerer Kraft abziehen.
Über die endgültigen Ergebnisse wird in Kürze berichtet.
CCD-Tuch als Schmelzkleber
In einem mit großflächigen Wandmalereien ausgestatteten Raum sollten Klimamessungen durchgeführt werden. Es war notwendig auch die Oberflächentemperaturen auf den bemalten Flächen zu messen.
Die Messfühler mussten direkt auf der Malschichtoberfläche festgeklebt werden. Als Klebemittel bot sich Cyclododecan aus bekannten Gründen an. Es gibt allerdings 2 Probleme die die Verwendung von Cyclododecan in diesem Falle erschwerten. Zum einen ist Cyclododecan für eine schnelle Verklebung, als Kontaktkleber, ungeeignet und zum anderen kleben die wenigsten Klebemittel auf CCD (dazu siehe steuerbare Kaschierung).
Um Cyclododecan dennoch für sofort haftende Verbindungen nutzen zu können wurden Klebestreifen entwickelt, die einfach aufzubügeln sind.
Sie bestehen aus einem alukaschierten, mit Cyclododecanschmelze getränkten Vliestuch.
Für die Kaschierung wird Aluminium beschichtetes Papier verwendet, da es besser am CCD haftet als Aluminiumfolie.
Das so präparierte Tuch lässt sich in Stücke schneiden und mit einem Heizspachtel oder Bügeleisen auf die Wand aufbringen. Es empfiehlt sich ein Stück Hostaphanfolie während des Bügelns auf das Tuch zu legen und nach dem Festbügeln die CCD Rückstände von der Alufolie mechanisch abzunehmen.
Auf der Alufolie kann nun mit doppelseitigem Klebeband ein Stück dünnes Styropor als Trennschicht befestigt werden, auf welchem man dann feste Körper wie zum Beispiel das Messgerät, ebenfalls mit Doppelseitigem Klebeband, anbringen kann. Für die Messfühler kann das CCD-Tuch wie Klebeband verwendet werden (siehe Photo oben rechts).
Um die Geräte ohne Risiko wieder abzubauen und um die Dampfsperre über den CCD-Tüchern zu entfernen trennt man mit einem Sägeblatt in der Styroporschicht den befestigten Körper von dem CCD-Tuch. Die Styroporreste, das Klebeband und das mit Aluminium beschichtete Papier lassen sich leicht von dem mit Cyclododecan getränkten Tuch abziehen. Sobald das Cyclododecan der Luft ausgesetzt ist beginnt die Sublimation.
Nach einigen Wochen würde das Tuch von selber von der Wand fallen. Um den Prozess zu beschleunigen kann das Tuch mit Siedegrenzbenzin getränkt werden, es lässt sich dann nach kurzer Zeit leicht abziehen.
Das CCD-Tuch lässt sich auch als temporäres Klebeetikett verwenden, zum Beispiel um Putzfragmente provisorisch zu beschriften. Eine weitere Anwendung könnten die CCD-Tücher als aufbügelbare Messmarken, z.B. zur Erstellung von entzerrten Plänen, finden. Werden die Messpunkte derzeit doch häufig mit Klebstoffen befestigt die Jahre später noch die Fassaden historischer Gebäude verunzieren.
Für diese Anwendung hat das Cyclododecan den großen Vorteil, dass es auch auf sandenden, unebenen Untergründen hervorragend haftet.
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